Die Freiwillige Feuerwehr Gräfendorf ist eine Feuerwehr des Landkreises Main-Spessart. Derzeit kümmern sich in Gräfendorf 35 aktive Kameraden um Ihre Sicherheit.

 

 Satzung der Freiwilligen Feuerwehr Gräfendorf

 

 

 

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Gräfendorf

 

Am 26. Februar 1899 protokollierte der damalige Schriftführer Johann Försch, dass sich der Ausschuss der Freiwilligen Feuerwehr Gräfendorf unter ihrem Kommandanten Michael Eilingsfeld bei einer Monatsversammlung im Gasthaus Schiff mit dem Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr beschäftigte. Ein Brief an das königliche Bezirksamt Lohr sollte darüber Klarheit verschaffen.

 

In seiner Erwiderung berichtete das königliche Bezirksamt:

Am 12. Oktober 1875 sandte der damalige Herr Dr. Bald an das königliche Bezirksamt, dass unter seinem Kommando am heutigen, d. h. am 12. Oktober 1875 eine Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde. Es gelte mithin dieser Tag als der Gründungstag, solange mit Bestimmtheit ein anderer Tag nicht nach gewiesen werden kann.

 

Diese Auskunft konnte jedoch nicht recht befriedigen und nach Meinung der Versammlung muss schon viel früher eine Freiwillige Feuerwehr bestanden haben, was aber an Mangel an schriftlichen Dokumenten nicht nachgewiesen werden konnte. Zwar steht im Grundsteuerkataster der Gemeinde Haus Nr. 30 von 1867, dass das Feuerrequisitenhäuschen schon seit unvordenklicher Zeit im Besitze der Gemeinde ist (Gd 926/1/1) und dass 1868 gemäß (Gd045/1/2) Feuergerätschaften wie 1 Feuerspritze, 2 Feuerleitern, 4 Feuerhaken, 3 Pechpfannen, 9 Pechkränze, 8 Pechfackeln und 72 Feuereimer und 23 Feuerseile vorhanden waren.

 

So beginnt das Protokollbuch, das heute noch fortgeschrieben wird, mit dem ersten Eintrag am 2. Februar 1896 und schreibt somit nicht nur über 100 Jahre Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Gräfendorf, sondern auch über 100 Jahre Geschichte der Gemeinde Gräfendorf fort. So weiß das Protokoll zu berichten von Trauer und Freude, Hoffnung und Leid der Bürger unserer Gemeinde und beweist, dass die Mitarbeit in der Freiwilligen Feuerwehr meist mehr war als nur ein Akt humanitärer Nachbarschaftshilfe. Es zeigt auch auf die großen und kleinen Probleme unter den Bürgern und man spürt, dass sich die Grundsatzprobleme des Vereinslebens kaum geändert haben.

 

Der Zweck der am 26.04.1896 stattgefundener Generalversammlung, so kann man im Protokollbuch nachlesen, war den Geist des Vereinslebens zu wecken und zu fördern. Es forderte damals der 1. Kommandant die einzelnen Mitglieder auf, mehr Teilnahme zu zeigen und fleißig den Übungen und Vereinsversammlungen beizuwohnen. Besonders tadelte er scharf das unentschuldigte Fernbleiben bei Übungen und auch bei Versammlungen und betonte die Wichtigkeit eines festen Zusammenhaltens, der im Verein unbedingt notwendig ist.

 

Beschlossen wurde der Lauheit im Verein entgegen zu wirken und jedes Mitglied, das ohne genügende Entschuldigung von den Übungen fernbleibt, mit einer Geldstrafe von 35 Pfennig zu belegen. Diese Strafe wurde 4 Jahre später auf 50 Pfennig erhöht und wie das Protokollbuch zu berichten weiß auch kassiert.

 

Dass die Gemeinschaftserlebnisse innerhalb des Vereins nicht zu kurz kamen, beweisen mehrere Eintragungen, so z.B. am 14 Mai 1896. Dort steht geschrieben:

 

In der heutigen Versammlung wurde folgendes beschlossen. Es wurde seitens der Mitglieder gewünscht, dass ein gemeinschaftlicher Ausflug am 17 Mai gemacht werde, was auch am genannten Tage zur Ausführung kam. Es sammelten sich die Mitglieder am äußeren Ende des Dorfes und marschierten munter unter Vorantritt der hiesigen Musikkapelle von da ab gegen den Michelauer Wald über den ganzen Berg und stiegen an den sogenannten Weinbergen gegen Michelau zu, wo in dem dortigen Löscher´schen Gasthaus ein Frühschoppen getrunken wurde. Es ging dann der Verein an der Hurtzfurtseite heimwärts und dieser schöne Maimorgen blieb eine Erinnerung für jeden Kameraden.

 

Sicherlich lange erinnerte man sich auch an die Kirchweihtänze, an die Theaterabende, die Kirchenparade für die Empfangsfeierlichkeiten des Hochwürden Herrn Pfarrers Hauck oder zu Ehren des hohen Geburtstagsfestes seiner königlichen Hoheit Prinzregent Luitpold von Bayern, an die Christbaumverlosung und an die vielen Faschingsbälle, an das 25 jährige Stiftungsfest oder die Ehrung für 40 jährige Mitgliedschaft. Und so mancher Feuerwehrmann wird sich über die Ankunft zu Hause nur gewundert haben, als er nach einer tagesordnungslosen Monatsversammlung beim trinken des Fässchens Bier, das durch die Güte des Herrn Braumeister Hergenröter gestiftet wurde, zu tief ins Glas geschaut hat.

 

Die Kontroversen innerhalb des Vereins um die Jahrhundertwende, die mit dem Rücktritt des damaligen Kommandanten endeten, waren die wenigen Schattenseiten des Vereins. Wie ernst die Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr genommen wurde beweist ein Eintrag aus dem Jahre 1908. Da wurde ein Mitglied wegen Untätigkeit und Hauptmannsbeleidigung auf Beschluss des Ausschusses ausgeschlossen. Sein Ausspruch in einer Gastwirtschaft "Herunner muss er, weil er mich geärgert hot" hat zu diesem Ausschluss geführt. Vor dem Bezirksausschuss hat jedoch der Ausgeschlossene sein Unrecht gegenüber dem Verein eingesehen und bei dem Bezirksausschuss öffentlich Abbitte geleitet, worauf er bis aufs weitere in der Freiwilligen Feuerwehr bleiben durfte.

 

Im Kriegsjahr 1914 ereignete sich eine große Überschwemmung des Waizenbaches, welche die Eisenbahnbrücke an der Hurzfurt wegschwemmte. Die Straße von der Hurzfurt bis an das Forsthaus stand 3 Meter tief unter Wasser. Auch wurden erstmals in diesem Jahr Jugendliche vom 16. Lebensjahr an in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen und an der ersten Handspritze ausgebildet. Erst im Jahre 1915 wird erwähnt, dass man zu einem Mühlenbrand in Wolfsmünster mit 19 Mann auf zwei Fuhrwerken zur Nachbarschaftshilfe eilte und im Jahre 1916 musste man gleich zweimal nach Dittlofsroda und nach Schwärzelbach ausrücken. Als Verdienstausfall wurden damals jedem Feuerwehrmann 50 Pfennig gezahlt.

 

1924 wurde eine ausziehbare Feuerwehrleiter angeschafft. Während des Ersten und bis zum Ende des zweiten Weltkrieges erlebte die Freiwillige Feuerwehr viele Höhen und Tiefen und mehrmals musste Abschied von einem gefallenen Kameraden genommen werden. Gleich nach Beendigung des 2. Weltkrieges wurde die Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr voll aufgenommen. 1949 wurde die erste Motorspritze in Betrieb genommen und 1952 das 75 jährige Stiftungsfest gefeiert. In dieser Zeit wurde unsere Wehr laufend mit Helmen, Uniformen, Schutzanzügen und Schlauchmaterial ausgerüstet und hat durch viele Übungen einen hohen Ausbildungsstand erreicht.

Am 4. Juli 1957 wurde die alte Nachkriegs-Motorspritze durch eine moderne TS 8/8 abgelöst. 3 Jahre später wurde diese Motorspritze erstmals bei einem Ernstfall eingesetzt. Hierbei machten sich die vielen Übungen an der Motorspritze enorm bemerkbar, da schon nach 2 Minuten nach dem Eintreffen in Michelau das Wasser aus allen Rohren floss. 1964 legten zwei Löschgruppen und 1967 eine Löschgruppe das Bronze Leistungsabzeichen ab. Auch wurde 1964 das 90 jährige Stiftungsfest gefeiert.

 

1968 wurde das erste Feuerwehrauto angeschafft. Die Jungfernfahrt führte in den Schondragrund, es war eine Übung mit viel Gelächter wegen des alten und wackeligen Vehikels und man kam zu dem Beschluss ein Auto mit besseren Voraussetzungen anzuschaffen. Noch im September 1968 wurde ein abgesetztes Postauto in der Werkstatt von Herrn KBI Gabel zu einem praktischen und perfekten Feuerwehrauto für eine Löschgruppe umgebaut. Chauffeur ist der 1. Vorsitzende Philipp Wagenpfahl persönlich und es herrschte helle Freude bei den Feuerwehrmännern als die Wehr zur ersten Übung durch das Feuerwehrhorn alarmiert wurde. Selbstverständlich ging die Entwicklung weiter, so wurde 1970 eine Feuersirene installiert, wozu die Wehr 1.280,00 DM beisteuerte.

 

Das 100 jährige Jubiläumsfest wurde 1974 während der Fußballweltmeisterschaft bei sehr schlechten Witterungsverhältnissen abgehalten, trotz zweier im Zelt aufgestellten Fernseher war das Festzelt am Sonntag um 16.00 Uhr leer, aber der Gewinn der WM durch die Deutsche Mannschaft hat uns doch vor einem finanziellen Ruin verschont.

 

Unter Bürgermeister Karl Müller und 1. Vorsitzendem Philipp Wagenpfahl wurde 1976 das Feuerwehrgerätehaus mit viel Eigenleistung errichtet.

 

1979 Großbrand in Gräfendorf. Es brannten 3 landwirtschaftliche Gehöfte mitten im Dorf. Dank des schnellen Einsatzes unserer und mehrerer umliegender Wehren konnte größeres verhindert werden, und die Wohnhäuser Alfons Bürger, Franz Spitzer und Eduard Schneider konnten gerettet werden. Die Scheunen, Maschinenhallen und Stallungen fielen den Flammen zum Opfer. Dies war vermutlich der größte Einsatz bis zu diesem Zeitpunkt im Ort.

 

Unter Bürgermeister Johannes Sitter wurde 1980 ein Löschgruppenfahrzeug (LF 8) angeschafft, dessen Ausstattung und Ausrüstung zu erheblicher Aus- und Weiterbildung forderte. Denn neben der Funkausbildung mussten auch 12 Atemschutzgeräteträger gefunden und ausgebildet werden.

 

Nach dem 110 jährigen Stiftungsfest folgte dann 1985 der Kauf unserer Vereinsfahne (9800.-- DM). Für die Weiterbildung besuchten mehrere Kameraden die Feuerwehrschule Würzburg. Es wurden dort Gruppenführer-, Maschinisten-, Atemschutzgeräteträger-, Ausbilder- oder Zugführer- Lehrgänge mit Erfolg abgelegt. Auch wurden mehrere Leistungsprüfungen bis zur Stufe Gold durchgeführt. Zwischenzeitlich kamen die geselligen Veranstaltungen nicht zu kurz. Die Wehr  organisierte Ausflugsfahrten, Wein- und Bierproben und Sommernachtsfeste. Die Rosenmontagsbälle von 1976 bis 1989 in der Sporthalle Seewiese werden unvergesslich bleiben, denn hier konnte die Wehr etwas für ihr Kassenguthaben tun um damit verschiedene Anschaffungen zu tätigen. Als Beispiel erfolgte 1988 ein Anbau am Feuerwehrhaus (10.000,--DM) , der Kauf einer kompletten Küche (1500,-- DM), Porzellangeschirr und Bestecke  (920,--DM) sowie 25 Biertischgarnituren (4273,-- DM).

 

Auf Anregung von Bürgermeister Johannes Sitter sollten 1989 Dorfpartnerschaften mit den Gräfendorfern aus der damaligen DDR angestrebt werden. Kontakte der Feuerwehr wurden mit den Gräfendorfern bei Pößnick und bei Jüterborg aufgenommen, die jedoch nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Sande verliefen.

 

Nach 25 Jahren als 1. Vorsitzender übergab Philipp Wagenpfahl 1992 den Feuerwehrverein an seinen Nachfolger Herbert Kessler. Der älteste Verein im Ort hatte 101 Mitglieder und geordnete Finanzen in Höhe von 15.777,94 DM. Die Wehr dankte Ihm dafür mit einem Feuerwehrbeil und einer Holzfigur des Hl. Florians. Die Vereinsmitglieder ernannten Ihn einstimmig zum Ehrenvorsitzenden.

 

Ein besonderer Höhepunkt in der Vereinsgeschichte waren 1994 die Gräfendorfer Festtage.

 

Bei herrlichem Sommerwetter feierten wir das 120 jährige Gründungsjubiläum. "So einen Kommersabend haben wir noch nicht erlebt" war die Meinung von Landrat Armin Grein, dem Landtagsabgeordneten und Schirmherren Eberhard Sinner, sowie der Feuerwehrführung KBR Franz Greser und KBI Gerhard Weigand. Selbst unser Ehrenkommandant Rudolf Wirth war von der Musik und dem Gesang des Musikvereins und der Chorgemeinschaft Gräfendorf unter der Leitung von Michael Reinhart begeistert. Zu den Klängen festlicher Barockmusik von Friedrich Händels "Wassermusik" gab KBR Greser das Kommando an alle aus dem Umland angereisten Feuerwehren, "Alle Feuerwehren - Wasser Marsch", worauf die Motoren von 20 Tragkraftspritzen oder Fahrzeugpumpen aufheulten. 120 Strahlrohre ließen eine Wasserwand über der Saale entstehen. Diese Festtage blieben uns noch lange in Erinnerung. Für eine bessere Verständigung bei den Übungen und Einsätzen kaufte sich die Wehr 1995 4 Handfunksprechgeräte des neuesten Standes, wobei sich der Verein die Kosten in Höhe von 6000,-- DM  mit dem Landratsamt Main-Spessart und der Gemeinde Gräfendorf teilte.

 

Am 16.02.1996 kam die Feuerwehr Gräfendorf zu ihrem größten Einsatz ihrer bisherigen Vereinsgeschichte. Dachte man doch, dass der LKW-Unfall 1994 in der Burgsinner Straße (ein mit Brennholz beladener LKW schrammte an mehreren Häusern entlang, und erst die Hausecke von Herrn Glock stoppte die Weiterfahrt und verhinderte schlimmeres) noch glimpflich verlaufen ist, hatten wir mehrere Schutzengel über Gräfendorf. Raste doch ein mit 25 Tonnen Getreide beladener LKW ungebremst von Dittlofsroda kommend in das Wohnhaus Kosler / Schmitt, worauf dieses in sich zusammenbrach und die Besitzerin unter sich begrub. Großeinsatz mit BRK, THW, SEG, Polizei und Feuerwehren in Gräfendorf. Es wurde in allen Fernsehprogrammen und im Rundfunk über diesen Einsatz berichtet. Frau Schmitt konnte aus den Trümmern des Hauses, und der Fahrer des LKW aus dem total zertrümmerten Führerhauses gerettet werden. Durch die Hilfe eines Autokranes von Winfried Herch aus Gräfendorf, sowie den Schneidgeräten und Seilwinden der Gemündener Feuerwehr, und durch Mitglieder unserer Wehr, die zum Teil mit bloßen Händen Frau Schmitt ausgruben, konnten die Personen schnell aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Beide Personen überlebten diesen Unfall schwer verletzt.

 

Zum Dank für die gute und schnelle Leistung bei diesem Einsatz wurden wir von der Firma Weimann zu einer Brauereibesichtigung mit gemütlichem Beisammensein in die Lohrer Brauerei eingeladen.

 

Mit Aus- und Weiterbildung ging es dann weiter und wir legten Leistungsprüfungen bis zur Endstufe Gold auf Rotem Untergrund ab. Wir sind in den Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart e.V. eingetreten.

 

Zur Ortsverschönerung haben wir 4 Ortseingangsschilder gebaut und aufgestellt, die Materialkosten übernahm zum Teil die Gemeinde.

 

Für die Schulungsabende haben wir uns einen Tageslichtprojektor gekauft und für unsere 2000 Watt Beleuchtungsanlage erhielten wir von Walter Grosso aus ÜWU-Beständen ein Notstromaggregat.

 

Auch das Sportliche kam nicht zu kurz, stellten wir bei den Sportfesten in Gräfendorf stets eine Fußballmannschaft und bei einem Turnier in Gössenheim belegten wir 1999 den 1. Platz.

 

Ein Blitzeinschlag beim Anwesen W. Oftring stellte sich als schwierig heraus, weil das Dachgebälk, welches in Flammen stand, von außen mit Stahlblech und von innen mit Holz und Isolierung verkleidet war. Auch die FW Gemünden und Burgsinn waren mit im Einsatz.
Für die Geselligkeit hatten wir sehr schöne Federweißer Abende mit Zithermusik veranstaltet. Außerdem  wurden Halloween-Partys im Feuerwehrhaus durchgeführt, die immer sehr gut besucht waren.

 

2001 übergab Walter Grosso aus Altersgründen seinen Posten an Johannes Wagenpfahl und die Mitglieder wählten Walter Grosso einstimmig zum Ehrenkommandanten.

 

Nach 3 Tagen im Amt des 1. Kommandanten  kam für Johannes Wagenpfahl gleich der 1. Einsatz beim Brand in der Papierfabrik.

 

Der Feuerwehrverein finanzierte aus eigener Kasse einen VW mit Doppelkabine und Pritsche (11000 €), als Versorgungsfahrzeug. Dieses bewährte sich 2003 beim Hochwasser im Saaletal, denn es mussten 2000 Sandsäcke gefüllt, sowie Holzbalken, Bretter und Paletten transportiert werden. Mit Schlauch- und Motorbooten der Feuerwehren Gräfendorf und Gemünden sowie vom THW Lohr wurden die Ziegen bei Alfons Bürger gerettet und das Material an die einzelnen Häuser gebracht.

 

Bei der Nachbesprechung des Hochwasser Einsatzes gab es folgenden Dank von Alfons Bürger. Originalton. „ Die Rettung der Ziegen hat mir nur Pluspunkte gebracht, da Sie zwei Tage lang kostenlos gefüttert wurden, und mein Most, der sich im Keller meines Hauses befand hält durch das Hochwasser 5 Tage länger, da ich nicht an den Most heran gekommen bin.“

 

2002 erhielt Walter Grosso  das Feuerwehrehrenkreuz in Silber und Philipp Wagenpfahl die Ehrenmedaille in Silber für ihre hervorragenden Leistungen in über 20 Jähriger Tätigkeit in der Feuerwehr.

 

Beitragsänderung von 3 € auf  5 € für aktive und passive sowie von 6 € auf 10 € für fördernde Mitglieder.

 

Am Florianstag 2003 erfolgte die Übergabe und Segnung des Versorgungsfahrzeuges und des neuen Aluminiumbootes.

 

Großeinsatz beim Brand am Sauerhaus im April 2003 in Gräfendorf. Ohne die FW Gemünden mit ihrem Leiterfahrzeug wäre alles abgebrannt. Außerdem im Einsatz  waren die Feuerwehren Wartmannsroth, Waizenbach, Diebach, Dittlofsroda und Ortsteile.

 

Die Jugendausbildung wurde intensiv durchgeführt, wodurch Wissenstests, Jugendleistungsprüfungen  und das Abzeichen „Jugendflamme in Bronce und Silber“ meistens mit Bestergebnissen abgeschlossen wurden.

 

2004 wurde das 130 jährige Feuerwehrfest gefeiert. Es war ein sehr schönes Fest, das leider wegen der vielen Arbeit, und der geringen Beteiligung mit Verlust abgeschlossen wurde.

 

Anbau am Feuerwehrhaus in Eigenleistung, hauptverantwortlich war die Rentnergang Walter Grosso, Bernd Michel und Manfred Silberbach. Der Anbau wurde bezuschusst vom Kleintierzuchtverein mit 10.000 Euro, vom Land Bayern mit 20.000 Euro und von der Gemeinde mit 15.000 Euro.

 

Auch eine neue Ölheizung wurde eingebaut und am Florianstag 2007 eingeweiht. Kauf von Feuerwehr Kleiderspinden. Beim Kreisfeuerwehrtag in Gemünden 2006 erhält Herbert Kessler das Feuerwehr Ehrenkreuz in Silber.

 

Über die Jahre fanden verschiedene Einsätze statt. So mussten beim Sturm Cyril mehrere Bäume beseitigt werden. Es gab eine Tierrettung aus einer Güllegrube, auf dem Saalesteg und Tierbergung aus der Saale bei Michelau (jeweils Pferde).

 

Am 15.04.2007 gab es einen kuriosen Einsatz. Es kam eine Meldung der Leitstelle über Funk die lautete „Waldbrand zwischen E-Werk und Schonderfeld“. Um 06.10 Uhr rückten wir mit 20 Mann aus und sahen dann am Ortsrand von Gräfendorf, dass der vermeintliche Brand nur der funkelnd untergehende Mond war, der durch die Bäume schien (siehe Gedicht). Für unsere Küche im Feuerwehrhaus kauften wir einen Elektroherd mit Cerankochfeld, 4 Metalltische, einen Kühlschrank, einen Grillbräter und eine Industriespülmaschine. Für die Wehr wurden 10 Funkmeldeempfänger angeschafft.

 

2008 verstarb überraschend unser Ehrenkommandant Walter Grosso und hinterließ im ganzen Ort eine große Lücke.

 

2010 nahmen wir am Projekt „ Zeit für Helden“ vom Kreisjugendring MSP teil. Unsere Jugend säuberte und richtete den Trettstein Wasserfall her, machten ein Zeltlager auf Gottl´s Holzplatz und wurden von der Gemeinde gut verpflegt.

 

Unser Ehrenvorsitzender Philipp Wagenpfahl verstarb nach längerer Krankheit.

 

Zu einem spektakulären Einsatz kam es auch, als ein Müllauto einen Abhang hinunter auf die Bahngleise stürzte. Es gab ein Großaufgebot mit zwei 160 Tonnen schweren Kränen und mehreren Bergungsfahrzeugen, sowie der Feuerwehr Gräfendorf, die gleich vor Ort war. An gleicher Stelle fiel 8 Wochen später ein Traktor auf die Bahnstrecke, konnte aber mit einem anderen größeren Traktor mit Seilwinde geborgen werden.

 

Am 08.04.2010 gab es einen Großbrand bei Steffen Vogt, bei dem Scheune, Stallungen und  Gerätehalle abbrannten. 15 Rinder konnten aus dem brennenden Stall gerettet werden. Im Einsatz waren die Feuerwehren Gräfendorf, Gemünden, Rieneck und Burgsinn. Für die gute und schnelle Arbeit auch beim aufräumen spendete Jagdpächter Helmut Müller ein Wildschwein und Steffen Vogt die Getränke für ein zünftiges Helferfest im Feuerwehrhaus.

 

Bei der Gründung einer Vereinsgemeinschaft für die Turnhallenbenutzung wurde eine Kücheneinrichtung sowie Bestuhlung für ca. 50.000 Euro angeschafft. Wir beteiligten uns mit 2.000 Euro und übernahmen auch den jährlich wechselnden Vorstand.

 

2011 Hochwasser in Gräfendorf. Selbst das große Hochwasser von 2003 wurde noch übertroffen, was das BR Fernsehen nach Gräfendorf  lockte und mit einer Liveübertragung in der Abendschau sendete. Es war ein Großaufgebot an Kameras im ganzen Ort. Es wurden ca. 3.000 Sandsäcke gefüllt und von Marcus Vorndran und Helfern wurde ein Gerüst von der Schlosserei Müller bis zur Bäckerei gestellt, damit die Leute einkaufen konnten. Eine Einsatzzentrale mit PC wurde in der Schule eingerichtet. Für Verpflegung wurde rund um die Uhr im Feuerwehrhaus, durch Claudia Wagenpfahl, Ingrid Herch, Marion Michel und viele weitere Helfer aus dem Ort, gesorgt.

 

Feuerwehren Dittlofsroda, Weikersgrüben und Waizenbach, sowie das THW Karlstadt waren abwechselnd in der Bäckerei mit Pumpen und Gummischiebern im Einsatz. Auch ständig im Einsatz unser Aluminiumboot.

 

Die Feuerwehr Gräfendorf unterstützt 2011 als Gesellschafter den neueröffneten Dorfladen mit 500€ Einlage.

 

Am 12.08.2012 Motorradunfall mit Todesfolge bei Michelau, 14 Tage später PKW Unfall an der Schonderfelderbrücke, der Fahrer konnte nur noch Tod geborgen werden. An Heiligabend Vermisstensuche bei Hochwasser in Wolfsmünster, die vermisste Frau wurde jedoch erst an Silvester gefunden und ebenfalls Tod geborgen.

Nach 33 Jahren wurde unser LF8 im Januar 2013 durch ein neues StLF 10/6 von der Firma Ziegler ersetzt, das am 05.05.2013 beim Florianstag kirchlich geweiht, feierlich und offiziell übergeben wurde. Das LF8 wurde an die Ortsteilfeuerwehr Wolfsmünster übergeben.

 

 

EHRENSACHE - KOMM MACH MIT!

 

Die Freiwillige Feuerwehr Gräfendorf

 

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